Was haltet ihr von Achievements ?

    • Diskussion

      Was haltet ihr von Achievements ?

      Hey,
      ich arbeite grad an einem kleinen Game (wie wohl die meisten hier :D)
      Jedenfalls (keine Ahnung ob ich im richtigen Unterforum bin, ich hoffe schon) stelle ich mir die Frage wie die Allgemeinheit zu Achievements steht.
      Achievements sind ja ein eher neueres Phenomen in der Gamesbranche. Allerdings findet man sie heutzutage in vielen Game, vorallem aufgrund von Vertriebsplattformen wie Steam, Origin und Co wo man Achievements sammeln kann und sich damit dann
      obercool fühlen kann.

      Jedenfalls, eigentlich möchte ich wissen ob ihr Fans von Achievements seid bzw. unter welchem Umständen ihr Achievements mögt bzw. nicht mögt.

      - Pac

      Jenachdem wie das Feedback würde ich nämlich auch in mein nächstes Spiel Achievements integrieren, denn ich hab da ein paar Ideen. Aber wenn Achievements sowieso verhasst sind, dann lohnt es sich natürlich nicht diese einzubauen.
      Achievements sollen ja auch eine Art Motivation sein, wenn sie aber das Gegenteil bewirken wärs ja auch doof. Was habt ihr da so für Erfahrungen gemacht?
      Sorm ist Schuld

      Edit: Doch ist er
      Hallo

      Ich weis nicht ob das auch zu Achievements gehört, denke schon, auf jeden Fall habe ich damals Battlefield 2, ca. 25 Stunden am Tag gespielt (Mittag durch :D ) und war schon scharf auf die Ribbons Batches usw. da auch damit bessere Waffen usw. freigeschaltet wurden. Aber das ist nur bei BF2 so gewesen. Wenn ich jetzt spiele, was bei weitem nicht mehr so oft und so lange ist wie vor ein paar Jahren, sind mir Achievements eigentlich egal.

      Auf der Xbox360 zb. bin ich erst vor kurzen draufgekommen das ich sämmtliche Achievements von Risen und anderen Games erreicht habe, ich wusste nicht mal das es Sie gibt :wacko:

      Ich denk wenn man Sie gut einsetzt bzw. wenn Sie Cool :thumbup: sind und zum Spiel passen, sind Sie sicher nicht schlecht und können motivieren, wenn Sie jemanden nicht interessieren, den interessieren Sie nicht. 8|
      lg Vectorhead
      Ich finde Achievements ebenso sinnvoll. Man kann dem Spieler dadurch mehr Aufgaben geben, was sich natürlich auf die Langzeitmotivation auswirkt. Es sollten selbstredend keine zu langwierigen oder unfairen Achievements geben. Achievements ala "Schaffe das Spiel auf Schwer" oder "Töte xx Gegner, durch Kopfschüsse innerhalb von xx Sekunden" finde ich allerdings toll.

      Es schadet doch nicht Achievements einzubinden.;) Es wird Spieler geben, die Achievements sammeln und es wird Spieler geben, die keinen Wert darauf legen. Du kannst ja sogar eine Option anbieten, in der es keine Achievement-Meldungen gibt für die Spieler, die das nervig finden.
      Meine Spiele:
      - Mission A
      - Mission B
      - The Virus 1, 2, 3
      - The Virus 4: The Excision
      - Blur melts Snow
      - Blur melts Snow: 2nd Version
      - Cave Jumper

      Hauptrojekt: Party Mania(Arbeitstitel) - große Multiplayer-Minispielsammlung
      In Planung: Planet Jumper(Nachfolger von Cave Jumper)
      Ich persönlich finde Achievements eigentlich nur dann wirklich motivierend und sinnvoll, wenn man dafür auch etwas bekommt,
      zum Beispiel man ein neues Item oder einen neuen Schwierigkeitsgrad freischaltet.
      Andernfalls denke ich mir nur: "Wozu habe ich das jetzt eigentlich gemacht?"
      Also ich finde handfeste Belohnungen ganz gut, kann man aber wohl unterschiedlich sehen.
      Also, als neu würde ich Achievements heute eigentlich nicht mehr bezeichnen, die gibt's ja nun schon seit ca. 5 Jahren. In der Gamesbranche waren das 1.5 Konsolengenerationen. ^^
      Und dadurch, dass so viele Spiele das machen (vor allem die Mobile Games) hat sich bei mir inzwischen die Haltung festgesetzt: "Wenn du für das Achievement nicht aktiv was tun musst, ist es wertlos". Wenn mir ein Spiel ne Medaille dafür anklebt, dass ich es eine bestimmte Zeit lang gespielt hab, dann ist die einzige Erklärung dafür, dass man auf den Sammlertrieb des Spielers gesetzt hat und damit hofft, ihn länger bei der Stange zu halten. Ähnlich verhält es sich mit Achievements wie "Töte N Gegner" oder "bestehe Level N" - wenn all diese Punkte eh schon Teil des normalen Gameplays sind und man sie automatisch kriegt, wenn man nur lange genug spielt, staht das Spiel an sich dadurch für mich schlechter da.

      So ziemlich kein Spiel auf der Welt braucht Achievements - wenn sie also als Entscheidung der Entwickler mit dabei sind, dann ist meine Erwartungshaltung, dass sie zum Gesamtbild des Spiels passen. Drum sind Pseudoachievements in meinen Augen ein Kompensator für schlechtes Gamedesign und rücken deswegen gleich das komplette Spiel in ein schlechteres Licht. Und das passiert sogar bei so schönen Spielen wie Legend of Grimrock oder Hotline Miami.
      Wenn das Spiel natürlich einfach gut ist und Spaß macht, stören dämliche Achievement-Entscheidungen nach einer kurzen Weile schon überhaupt nicht mehr - aber wenn es um die "kleinen" Spiele geht, die aus der GM-Szene in der Regel hervorgehen, dann kann durch sowas gut mal das ganze Spiel den Abfluss runter gehen.

      Insgesamt also:
      Gute Achievements bekommt man
      • wenn man Geheimnisse im Spiel findet, die nicht offensichtlich sind
      • wenn man einen Teil des Spieles unter wie auch immer erschwerten Bedingungen meistert (z.B. ohne zu sterben, ohne eine Waffe zu benutzen etc.)
      • wenn man Extra-Herausforderungen im Spiel auf sich nimmt (siehe Pflaster in Super Meat Boy)
      • oder allgemein: Wann immer man sich selbst als Spieler engagiert und Sachen tut, die für das Bestehen des Spiels nicht nötig sind (und meistens sogar schwieriger als der normale Run)


      Schlechte Achievements bekommt man
      • für Dinge, die zum trivialen, normalen Playthrough gehören (Schaffe Stage 5, töte 100 Gegner, spiele das Spiel durch, etc.)
      • für Pseudo-Herausforderungen, die durch langes Grinding und Updates kaufen einen höheren Schwierigkeitsgrad simulieren, als sie eigentlich haben (z.B. wenn ein Boss mit jeder Waffe 100 Treffer benötigt, aber mit einer bestimmten Waffe nur noch 3 - aber diese Waffe müsste man sich erst durch Stunden der Spielzeit freikaufen)
      • oder allgemein: Für alles, was keine Herausforderung für einen Spieler bietet, der das Prinzip des Spiels bereits durchschaut hat, sondern stattdessen nur auf möglichst lange Spielzeitstreckung hinausläuft


      Das deckt jetzt natürlich nicht alle Spiele ever ab - das erstbeste Puzzlegame würde schon nicht mehr dadrauf passen - aber es fasst für die passenden Fälle ziemlich gut zusammen, mit was man das entsprechende Spiel in meinen Augen sympathisch wie nochmal was machen oder direkt in Richtung der "Mies designed, schämt euch was" Schublade schubsen kann.

      Edit:
      Ich verleihe mir hiermit selbst den van-Beklopptenhytt-und-Spellmakersson-Award für angewandtes Gamedesign-Geheuchel, weil ich hier so über schlechtes Achievementdesign und unnötige Belohungen rumrante, aber Trash Galore 2 fabriziert habe. Amen.
      Amen Irrenhaus XD , aber dort hat es wenigstens dazugepasst und man hat richtig Jagd machen müssen, damit man alle bekommt. Was ich nicht geschafft habe.

      Aber das bringt uns schon zum Punkt. Wenn die Spielercommunity untereinander "angeben" kann; "ich hab endlich das megageheimnis/ultimate-no-life achievement bekommen!" "Was wie geht das denn?" "Wo findet man das?" , dann hat mans richtig gemacht. Aber das Tutorial zu überstehen oder 1000 Schuss abzufeuern ist kein Achievement im Sinne des Wortes.

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